Please don’t take a picture


Teil 2: Vorbereitungen – Die Optik machts

Ja, nur noch wenige Tage bis Oslos Ruf endgültig erhört wird. Wie bereits angekündigt, würde ich gerne vor Ort in Oslo ein paar An- und Aussichten fotografisch festhalten. Wer mich etwas besser kennt, weiß, dass ich seit es die digitale Fotografie gibt, ein durchaus reges Interesse daran habe. Zu Beginn meiner digitalen „Fotokarriere“ musste eine einfache Kompaktkamera (eine Nikon Coolpix 2000) herhalten. In den letzten paar Wochen und Monaten jedoch habe ich aus mehreren Gründen meine Ausrüstung aktualisiert.

Kamera

Interessanterweise folgte auf meine erste digitale kompakte Kamera gleich eine digitale Spiegelreflexkamera. Lediglich einige Kompkt-Leihgaben hielt ich in der Zwischenzeit in den Händen. Damals entschied ich mich jedoch, dass eine Kompaktkamera zum Experimentieren einfach zu ungeeignet ist (bzw. damals war). Seit Ende September 2010 bin ich stolzer Besitzer der (Einsteiger) DSLR Canon EOS 1000d:

Canon EOS 1000D

Objektive

Damals im September 2010 vervollständigten zwei Kit-Objektive das neue digitale Equipment:

Da diese beiden Objektive im (damals bei Saturn „verramschten“) Kit mitgeliefert wurden, bin ich eine relativ lange Zeit mit ihnen ausgekommen. Leider sind beide (wie am fehlenden IS im Namen leicht zu erkennen) nicht optisch stabilisiert und einige meiner ersten Aufnahmen (und auch folgende) waren gerne verwackelt – insbesondere unter schlechten Lichtverhältnissen. Deswegen habe ich vor kurzem Ersatz organisiert.

Tamron SP AF 17-50mm f/2.8 XR Di II VC LD IF

Mein neues so-gut-wie-immer drauf Objektiv ist das Tamron SP AF 17-50mm f/2.8 XR Di II VC LD IF. Im Gegensatz zum Kit-Objektiv mit leichtem Weitwinkel (18mm) und leichter Telebrennweite (55mm) verfügt das Tamron über etwas mehr Weitwinkel (17mm), dafür aber weniger Telebrennweite (50mm). Viel einflussreicher für die Entscheidung zum Tamron war jedoch der eingebaute Bildstablisator, der (meiner Meinung nach) sehr gute Dienste leistet und größere Blenden und längere Belichtungen ohne Verwacklungen erlaubt. Überdies ist die durchgängige Lichtstärke von 2.8 natürlich ein weiterer riesiger Vorteil gegenüber dem Kit Objektiv.

Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di VC USD Auch das alte, nicht stabilisierte Canon Teleobjektiv schien mir zu unausgereift. Und obwohl ich gar kein großer Tierfotograf bin (da fällt mir ein, ich muss dringend mal wieder in einen Zoo…) musste selbstverständlich ein von der Brennweite her mindestens ebenbürtiges, aber neues Objektiv her. Erneut fiel meine Wahl hier auf ein Tamron Objektiv. Das Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di VC USD deckt in etwa den gleichen Brennweitenbereich des Canon Kit-Objektivs ab. Leider ist die Lichtstärke bei beiden gleich, allerdings gibt es größere Lichtstärke auch erst bei den über 1000€ teuren L Objektiven von Canon. Wichtig hierbei war mir wieder der integrierte Bildstabilisator (bei Tamron VC). Genialerweise verfügt das 70-300mm von Tamron sogar schon über einen Ultraschallmotor und ist somit bedeutend leiser als das 17-50mm. Die Gesamtlänge des Objektivs inkl. Streulichtblende ist dabei enorm angsteinflößend. Siehe z.B. hier Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di VC USD Lens Review.

Tamron SP AF 10-24mm f/3.5-4.5 Di II LDDem geneigten Leser wird nach Kurzbeschreibung der beiden oben genannten Objektive längst eine wichtige Sache aufgefallen sein. Zum einen liebe ich Objektive von Tamron (ich hatte bisher keine L Objektive von Canon in den Händen, sonst wäre dies vielleicht anders) und zum anderen: die Ultraweitwinkel-Brennweite ist nicht abgedeckt! Das stimmt insofern nicht, als dass ich auch hier vor kurzem fündig geworden bin. Bei welchem Hersteller, sollte an dieser Stelle ebenfalls längst klar sein. Tamron.

Das Tamron SP AF 10-24mm f/3.5-4.5 Di II LD hat eine unglaubliche Anfangsbrennweite von 10mm. Klar, richtig hervorragende Qualität liefert diese (verhältnismäßig) preiswerte Linse nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass die vom Tamron gebotene Brennweite bei guter Qualität aber erst ab knapp 1000€ zu haben ist, betrachte ich das 10-24mm Objektiv als sehr guten Kauf. Blendet man auf f9 oder f11 ab, sind die Verzeichnungen am Rand akzeptabel – besonders für Amateure wie mich.

Canon EF 50mm f/1.8 IIZu guter Letzt fehlt noch das günstigste, lauteste und klapperigste Objektiv aller Zeiten. Eine Festbrennweite von Canon, namentlich das Canon EF 50mm f/1.8 II. Und obwohl diese Linse (von manchen liebevoll als Joghurt-Becher bezeichnet) sich anfühlt wie billigstes Plastik, einen Lärm macht, bei dem man Lärmschutz tragen müsste und der Autofokus eigentlich den Namen Fokus nicht verdient hat, habe ich diese Linse sehr lieb gewonnen. Für sagenhafte 100€ erhält man eine enorme Lichtstärke und eine außerordentlich gute Bildqualität, die sich mit den mehrere hundert Euro teuren Verwandten (Canon EF 50mm f/1.2 L USM sowie Canon EF 50mm f/1.4 USM) messen kann.

All die oben genannten Objektive und selbstverständlich die Kamera werden mich auf meiner Reise nach Oslo begleiten und hoffentlich an den richtigen Stellen zur richtigen Zeit zum Einsatz kommen und das ein oder andere spektakuläre Bild festhalten.

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