Export ohne Grenzen


Zurückkommend auf meinen letzten Beitrag will ich auch dieses mal über Finanzen und Kontobewegungen sprechen, auch wenn die Grenzen dieses mal ein klein wenig überdimensionaler abgesteckt sind.

98,3 Milliarden Euro lautet die magische Zahl der Woche. Zur Erinnerung: eine Milliarde sind 1.000 Millionen. Eine Million ist eine Zahl mit 6 Nullen, eine Milliarde hingegen hat ganze 9 davon. 98.300.000.000€ Umsatz hat die deutsche Wirtschaft alleine im Monat März durch den Export von Gütern eingenommen. Das ist eine Steigerung von über 15,8% gegenüber der Vorjahresbilanz in diesem Monat. Eine schier unglaubliche Zahl, insbesondere wenn man bedenkt, dass man allein durch die deutschen Exporte nicht nur bei jedem Stammgriechen seiner Wahl die Samos und Plaka Platte bis zum Erbrechen verschlingen sondern sogar dessen Heimatland kaufen könnte!

Dank dieser gigantischen Summe wird den deutschen Unternehmen in diesem Jahr ein sehr gutes Gesamtergebnis prognostiziert. Denn laut jüngsten Berechnungen könnten Deutschland in diesem Jahr womöglich einen Gesamtumsatz durch Exporte von einer Billion Euro erreichen – oder wie wir Informatiker sagen: 1 Tera-Euro. Unglücklicherweise reicht auch diese exorbitante Summer (die ein Zuwachs von 9% darstellt) nicht um den Weltmeistertitel zu gewinnen (wie zuletzt 1990). Hier werden wir erneut den Chinesen und Amerikanern hinterherwinken und (typisch deutsch) murren und fluchen.

Daneben gibt es viele andere Länder, die sich auf bestimmte Formen von Exporten spezialisiert haben und versuchen hiermit möglichst viel Umsatz zu generieren. Für Albanien z.B. kann man festhalten,

Hauptexportartikel sind aggressive politische Gedanken

Anders hingegen sieht es in einem von mir sehr gemochtem Teil Europas aus: Finnland. Zum einen mag ich dort die Landschaft. Dies gilt insbesondere für die Gegend um Tampere. Leider kenne ich die Gegend um Helsinki z.B. nur aus der Luft oder von der Autobahn. Zum anderen aber exportieren die Finnen genau das, was ich an Skandinavien noch sehr mag: gute Musik.

Satte 32,1 Millionen (ja, es fehlen 3 Nullen im Vergleich zur Milliarde) Euro haben die Finnen im Jahr 2009 allein durch den Export von Musik erwirtschaftet. Was für Musik stellt sich die Frage. Eine Studie von Media Clever hat das herausgefunden und zeichnet insbesondere die Musik der härteren Gangart hierfür verantwortlich. Insbesondere Bands wie Children Of Bodom, Apocalyptica, Nightwish, H.I.M, The Rasmus und viele andere (siehe auch Metal From Finland) sind für ihre Form der Kunst eingetreten und haben es geschafft, auch international anerkannt und gekauft zu werden.

Da die EU-Verdrossenheit innerhalb der EU-Mitgliederstaaten in letzter Zeit scheinbar immer größer wird, soll hier dazu aufgerufen werden, musikalische Exporte (insbesondere aus Finnland) zu fördern. Kauft also brav Metal-CDs von unseren fernen Nachbarn. Vielleicht beschleunigt das auch die Fertigstellung des neuesten Albums von Wintersun. Leider kann der gute alte Vergleich mit der Vaporware Duke Nukem Forever hier als Vergleich einer möglichen Veröffentlichung nicht weiter herangezogen werden – also hilft nur: Daumen drücken!

1 Kommentar zu „Export ohne Grenzen

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