And she’s buying a stairway to heaven

Lang lang (klingt wie ein chinesischer Name oder habe ich einfach nur zu große Vorurteile?) ist es her, dass ich mich an dieser Stelle zuletzt zu Wort gemeldet habe. Dafür gibt es gute Gründe: ich war (nein, ich bin es noch immer) einfach stinkfaul in den vergangenen Wochen. So war ich Mitte April für einen kleinen Sauf-Trip kurz in Hessen und habe ein paar ziemlich bekloppte Leute kennengelernt, mit denen das Trinken durchaus Spaß macht. Wenn alles glatt läuft sehen wir uns spätestens in Wacken wieder Leute (auch wenn ihr das hier bestimmt nicht lest, weil ihr es eventuell sogar gar nicht könnt – unfähiges Pack!)

Was ist sonst noch so passiert in der Zwischenzeit? Gute Frage, die ich mir selber oft stelle und dann erschreckenderweise feststelle, dass eigentlich nicht wirklich viel geschehen ist. Die meiste Zeit habe ich mit irgend etwas totgeschlagen, was absolut nicht erwähnenswert ist (selbst wenn ich mich daran erinnern könnte). Man munkelt, dass viele, viele Monde vergingen, an denen böse chemische Verbindungen (Aggregatzustand: flüssig) ihren Weg durch Flaschen in geöffnete Kehlen fanden, was unter anderem in einen immensen Verlust von Gehirnzellen mündete. Dessen ungeachtet versuche ich bis heute meine musikalische Karriere ein wenig voran zu treiben. Obwohl meine technischen Fähigkeiten im Bezug auf das Gitarrenspiel und vermutlich auch auf den Gesang bisher noch immer zu wünschen übrig lassen, habe ich mir im Laufe der letzten Wochen ein bisschen was an Equipment zugelegt.

Zu allererst sind da meine neuen Gitarrensaiten zu erwähnen. Ich war mit den alten DiAddario EXL 120 soweit ganz zufrieden, wollte aber einfach mal ein paar neue austesten. Beim Suchen nach neuen Saiten bin ich dann auf solche mit einer Teflon ähnlichen Beschichtung gestoßen. Laut Herstellerseite versprechen diese eine längere Lebensdauer und vor allem weniger schnelle Rostbildung. Demnach habe ich also dann zwei Sätze Elixir-Saiten (Nanoweb) bestellt. Aufgezogen habe ich derzeit die Medium Version. Nachfolgend Bilder von meiner Gitarre vor dem Saitenwechsel und ohne Saiten. Wie man unschwer erkennen kann, habe ich die Gitarre zwischenzeitlich geputzt.

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Bisher kann ich mich absolut nicht beschweren. Die „neuen“ Saiten sehen jetzt (nach 6 Wochen) noch immer sehr gut und fast unbespielt aus, zudem klingen sie ein wenig voller. Das mag aber daran liegen, dass ich jetzt generell dickere Saiten aufgezogen habe (Medium statt Super Light). Insgesamt ist es zwar etwas schwieriger sie zu „drücken“, ich bin aber dennoch zufrieden. Schwierig war nur das Wechseln der Saiten an sich, da die Medium Version einen deutlich höheren Zug (also mehr kg) aufweist. Das Tremolo am unteren Ende meiner Gitarre kam beim Bespannen unglaublich gefährlich hoch und wäre fast aus dem Korpus geflogen, wenn wir (Herr Meyer und ich) es nicht rechtzeitig bemerkt hätten. Glücklicherweise zählte zur ursprünglichen Ausstattung meiner Ibanez noch eine weitere Feder dazu. So musste also kurzerhand ein wenig an der Verkleidung der Gitarre geschraubt werden, um das Tremolo mit dieser Zusatzfeder weiter befestigen zu können.

Abgesehen von dieser leichten Aufbesserung meiner E-Gitarre, gab es weitere Verstärkung in Form eines Mischpultes. Das Behringer 1002FX ziert seit ein paar Wochen meinen Schreibtisch.

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Wie man auf den unteren Bildern sehen kann, habe ich meine Gitarre logischerweise auch mit dem Mischpult verbunden. Zwischengeschaltet ist mein Multi-Effektgerät, nämlich der Pod XT. Neben dem Pod XT selber (womit sich schon soooo viel machen lässt [und ich kenne nicht mal ansatzweise alle Funktionen]) besitzt das Mischpult ebenfalls 100 vorkonfigurierte Effekte, die sich je Kanal zu bestimmten Anteilen (oder auch komplett) zuschalten lassen (ein Effektbus eben). Der Masterkanal des Mischpultes ist dann mit meinem kleinen Marshall MG15DFX per 6,3mm Klinke verbunden. Darüber hinaus habe ich das Mischpult per Chinch-Kabel an den Line-In Eingang meiner Soundkarte geklemmt, damit ich alles was ans Mischpult gestöpselt wird, gleich am PC mit aufnehmen kann.

Dem intelligenten, nachdenkenden Leser stellt sich jetzt natürlich die Frage, wozu braucht der ein Mischpult, wenn er eine Gitarre und sonst kein weiteres Instrument hat? Gut, das kann sich nur derjenige fragen, der weiß, dass der Pod XT sich kinderleicht per USB Kabel mit dem Rechner verbinden und damit als Aufnahmequelle nutzen lässt. Aus den obigen Bildern geht jedoch schon hervor, dass ich vor kurzem zu dem Mischpult auch ein Mikrofon erworben habe. Dabei handelt es sich um das Behringer e817, dass ich vom Musikland OHZ günstig bekommen habe (halber Preis). Selbiges ist also ebenfalls am Mischpult angeklemmt und ermöglicht mir mein Gekreische und sämtliche anderen schiefen Töne in digitale Form zu pressen.

Um das ganze noch zu toppen, habe ich mir am gestrigen Montag eine weitere Gitarre geleistet. Diesmal ist es jedoch keine elektrische, sondern eine gute, alte akustische. Die Fender CD140 SCE zeichnet derzeit für meine schmerzen Fingerkuppen verantwortlich. Nachdem ich extra bis Ibbenbüren (140km entfernt) gefahren bin um mir eigentlich eine günstigere Gitarre zu kaufen, überzeugte mich der Verkäufer schließlich doch. Immerhin hat mein gekauftes Modell eine massive Fichtendecke, was die andere Gitarre nicht vorzuweisen hatte. Zudem habe ich beide Probe gespielt und fand die letztlich gekaufte einfach angenehmer im Klang, auch wenn da vermutlich kaum Unterschied zu vernehmen war. Besonders praktisch an der Fender CD140 SCE finde ich die integrierten Pickups, so dass sich auch dieses Instrument mit meinem Mischpult verbinden lässt. Interessanterweise ist ein Stimmgerät gleich mit in die Gitarre integriert. Solange die 9V Block Batterie genug Strom hat, kann man jederzeit den Tuner an oder abschalten und die Saiten einzeln mit Hilfe der Anzeige (die sogar Halbtöne darstellen kann) stimmen. Nachfolgend mal 3 Bilder, die ich vorhin aufgenommen habe:

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Ich bin gespannt, wie lange sich meine Motivation mit der neuen Gitarre aufrecht halten lässt. Derzeit übe ich zwischendurch immer mal wieder das Intro von Led Zeppelin’s – Stairway to Heaven.

P.S. Eine Westerngitarre klingt einfach herrlich!

3 Kommentare zu „And she’s buying a stairway to heaven

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