Musikalischer Kataklysmus!

Gut, das Jahr 2007 steht in Anbetracht der bevorstehenden und scheinbar nicht mehr vermeidbaren Klimakatastrophe unter keinem guten Stern. Wo „renomierte“ Sender wie die ARD propagieren, dass wir alle „Morden und Foltern als Freizeitspaß“ (ARD) betreiben und die amerikanische, christliche Elite sich für „Das Lexikon des Herrn“ (Spiegel.de) stark macht, frage ich: kann es schlimmer kommen?

Oh ja es kann. Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, der weiß, dass es in letzter Zeit wieder ruhig geworden war um Infearior. Sie hatten sich Ende des Jahres 2005 dazu entschieden sich vom damaligen Gitarristen Detlef zu trennen, da es offenbar Differenzen gab (ich liebe dieses Wort, das nichts anderes ausdrückt, als: „es lief einfach beschissen!“, Anm.d.R.). So weit, so tragisch. Im Verlauf des Jahres 2006 jedoch wurde neuer Mut in Form des Gitarristen Onno geschöpft, scheinbar lief es wieder rund. Weit gefehlt: kurz nach dem Beheben des 6-Saiten Problems, verabschiedete sich Harvy – der Sänger. Damals dachte ich schon, jetzt sei alles vorüber. Einige Wochen und Monate gingen uns Land und plötzlich war es so weit, ein neuer Sänger war gefunden. Heiko sollte fortan seine Stimmbänder zum Schwingen bringen und die Texte hinaus in die Welt tragen. Wieder war alles gut. Doch die scheinbare Idylle war leider mal wieder keine. Diesmal war es der Bassist. Richtig, Mr. (rosa) 5-Saiter Nils war ausgestiegen. Seine neuen Interessen lagen wohl eher im Klettern als im Zupfen mit den Fingern. Demnach ging man fortan auf die Suche nach einem neuen Bassisten.

Auf dem kürzlich miterlebten Break The Barriers Festival (siehe vorherigen Beitrag) traf ich u.a. einen der zwei Gitarristen von Infearior, nämlich Schmiddy. Nachdem ich kurz mit ihm gesabbelt hatte und ich mir vorwerfen lassen musste, dass ich mal ordentlich Gitarre hätte lernen soll (jaja, er hat ja Recht), kamen wir auch schon zum eigentlichen Thema. Scherzhaft hielt ich ihm vor, dass ich ja auf Bass umsteigen könne um demnächst bei Infearior einzusteigen. Da deutete er nebenbei leicht an, dass sich dieser Umstieg vermutlich im Bezug auf Infearior nicht lohnen könnte. Erschrocken begriff ich widerwillig, was er sagen wollte.

Und was sehen meine kurzsichtigen Maulwurfsaugen heute Nachmittag?

Und nun ist auch Thorsten unser Gitarrist bei Infearior ausgestiegen. Er will sich musikalisch neu orientieren. Der Rest der Band hat beschlossen das es keinen Sinn mehr macht weiterzumachen und deshalb müssen wir Euch nun offiziell vom Ende Infeariors berichten !

Wer erinnert sich nicht gerne an all die Klassiker, wie Kill Your Shadows, Lost In The Labyrinth und mein persönliches Highlight King Of Greed. Wie oft stand ich bei Konzerten in den vorderen oder auch hinteren Reihen und schrie vereint mit einem guten Kumpel aus voller Kehle King Of Greed. Jetzt ist es endgültig vorbei, nie wieder King Of Greed live. Nicht, dass es schon schwierig genug für meine betuchte Seele war sich damit abzufinden, nie eine powermetallische Darbietung von Paint It Black genießen zu dürfen, NEIN, jetzt gibt es gar keinen Krieg mehr für die Ohren seitens dieser Bremer Powermetal Band.

Glücklicherweise ist heute Abend ein wenig Ablenkung vorhanden. Gleich geht es zum Stühle rücken, dennoch bin ich ein wenig traurig. Ich hatte gehofft, dass sich alles wieder gerade rückt, aber das war vermutlich naiv. Da ist etwas explodiert und zusammengefallen, was schon lange hätte zusammengekehrt werden müssen.

Now playing: Infearior – Our Last Goodbye

2 Kommentare zu „Musikalischer Kataklysmus!

  • Wirklich schade. Ich habe Infearior zwar nur einmal Live gesehen, wo sie, zwar vor 10 Leuten nur, überzeugten, und auch Two Faced World gefiel mir sehr gut.

    Tja, gepaart mit dem vorherigen Post muss man wohl sagen: Guter Metal ist Krieg!

      (Quote)

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