W:O:A 06 – Die Rückkehr des Königs

WintersunSeltsamerweise begann der Freitag ähnlich wie der Donnerstag. Kaum war man aus dem Zelt gekrochen, wurde gegen 8:30 Uhr mit dem flüssigen Früchstück (selbstversändlich in Form von Bier) begonnen. An diesem Tag blieb jedoch nicht sonderlich viel Zeit zum Insekten fangen; um 12 Uhr sollte Wintersun auf der True Metal Stage spielen. Wie die Tage zuvor auch, stand jedoch zuerst der Besuch das Sanitätszeltes an. Dort angekommen gab es dann (so nannte es der Notarzt) einen „Trockenverband“. Denjenigen, die nicht Medizin studieren oder dem Bund gewichen sind und deshalb keinen Zivildienst geleistet haben, sei an dieser Stelle gesagt: hierbei handelt es sich um ein handelsübliches Pflaster. Wie konnte es anders sein: der Gang zum Festival-Gelände schien dieses Jahr verbunden zu sein mit Stuhlgang, denn auch diesem wurde kurz vor Wintersun Beachtung geschenkt. Pünktlich um 6 Uhr (Insider) war es dann soweit: Wintersun begannen mit der Verzauberung der (aufgrund der Uhrzeit im Vergleich zu Headlinern wie den Scorpions eher geringeren) Massen. WintersunEs fällt schwierig das Gesehene und Gehörte in Worte zu fassen. Es sei soviel verraten: geil, geil, geil. Ich war hin und weg. Fast das komplette Album wurde gespielt und das in atemberaubender Form. Man merkte den Männern auf der Bühne an, dass sie Spass am Spiel hatten, der Ton war auch gut genug um alles verstehen und großteils mitsingen zu können. Bei der nächstbesten Gelegenheit, bei der Wintersun hier in der Nähe auftritt, bin ich dabei. Ein kleinen Videomittschnitt (youtube.com) von Death And The Healing.

Setlist (Reihenfolge weiß ich nicht mehr):

  • Beyond The Dark Sun
  • Winter Madness
  • Battle Against Time
  • Sleeping Stars
  • Starchild
  • Beautiful Death
  • Death And The Healing

Children of BodomNach Wintersun machten wir uns wieder auf zum Zeltplatz, um dort (mal wieder) zu grillen und Bier zu verköstigen. Trotz der richtigen Windrichtungen konnten man weder eine musikalische Beigabe von Soilwork verfolgen, noch die vielen „Fuck, Fuck“ Rufe von Ektomorf hören. Wer jedoch den Auftritt von Children Of Bodom auf dem diesjährigen Open Air gesehen hat, wird das eventuelle Vermissen von Ektomorf verkraften. Am Abend gegen 21:30 Uhr waren nämlich CoB an der Reihe, doch nicht ohne zuvor das WC erneut aufzusuchen. Vor der Bühne war es massig voll und wer die Kinder des Bodominjärvi Sees vom vorletzten Jahr in Erinnerung hat, der weiß, dass damals ein Rekord aufgestellt wurde. Es gab an jenem denkwürdigen Tag die meisten Crowdsurfer jemals beim Wacken-Open-Air (oder sogar jemals überhaupt auf einem Open-Air? Ich weiß es nicht mehr). Wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe, sollten es damals um die 5.000 Stück (nicht auf einmal!) gewesen sein. So ist es jedenfalls nicht verwunderlich, dass Alexi Laiho (der Sänger & Leadgitarrist) erneut zum Crowdsurfen aufrief. Children of BodomMeines Erachtens war die Band an diesem Abend wieder nur durchschnittlich, wie anfang des Jahres in Hamburg in der Markhalle. Wenn ich nicht total betrunken war (gut, das könnte so gewesen sein), hat der Gute Herr Laiho sich etliche mal verspielt und Stimmung wollte bei mir auch nicht so richtig aufkommen. Dementsprechend lang kamen mir die 1 Stunde und 15 Minuten Spielzeit vor.

Setlist (Reihenfolge weiß ich nicht mehr):

  • Follow The Reaper
  • Living Dead Beat
  • Needled 24/7
  • Hate Me!
  • Angels Don’t Kill
  • Chokehold
  • Silent Night, Bodom Night
  • Deadnight Warrior
  • Sixpounder
  • Are You Dead Yet
  • In Your Face
  • Everytime I Die
  • Hate Crew Deathroll
  • Downfall

Amon AmarthVor Children of Bodom spielten einige, weitere Bands, die ich (und teilweise auch andere Camp-Mitglieder) gern gesehen hätten. Leider ließ der Alkoholpegel gepaart mit dem strahlenden Sonnenschein, Temperaturen von fast 30° C und der seit Wintersun existierende Sonnenbrand auf Armen und Gesicht dies nicht zu. Begutachtenswert wären vermutlich Opeth, Six Feet Under und sogar Nevermore gewesen. Statt dieser Bands saßen wir jedoch im Schatten und genossen erstaunlich gut temperiertes Bier. In der Nacht von Freitag auf Samstag haben wir dann noch im Schlaf von Amon Amarth geträumt, welche die Black Stage gerockt haben.

Wacken-Kacken-Bilanz so weit: 3mal

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