W:O:A 06 – Die Rückkehr des Königs

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei und nach Wacken ist vor Wacken. Nun sind es wieder knapp 360 Tage, bis das nächste, größte, spektakulärste, geilste, lauteste, genialste, Superlativ-verbrauchenste und überhaupteste Festival steigt. Dieses Jahr war es wieder seeehr, seeehr, seeehr geil. Mir fällt es schwierig meine Erlebnisse in Worte zu fassen, deshalb vorab ein gewiefter Hinweis an all jene, die sich wieder einmal gedrückt haben: kommt nächstes Jahr selber vorbei, aber lasst die Freaks (ja, dazu zählen vor allem depressive Mac-Liebhaber, welche gern Gedichte schreiben und natürlich jeder, der dem Motto „Duschen ist kein Heavy Metal“ nichts abgewinnen kann) zu Hause oder einfach auf der überfüllten Wacken Hauptstraße in der Schlange für den einzigen Sparkassenautomat.

Unsere Anreise erfolgte, wie die letzten paar Jahre auch, am Mittwoch morgen. Das große Metal-Spektakel zwang mich leider Gottes dazu, ungeahnt früh mein Schlafgemach zu verlassen um bereits gegen 7:45 ein letztes Mal vor der Pilgerfahrt der Körperhygiene zu fröhnen. Duschen war also angesagt. Nachdem ich dann den Rest der käuflich erworbenen Ware (in Form von den zuvor erwähnten truen Duftkerzen of Steel und bunten Monstershirts) im sichtlich überladenen Kombi meiner Eltern verstaut hatte (der Kindersarg auf dem Dach bot keinerlei Stauraum mehr), wurde noch schnell ein wenig Geld (der Betrag spielt hierbei keine Rolle; er war zu groß) von der Sparkasse organisiert. Der verabredete Zeitpunkt von 9 Uhr konnte, wie üblich, von keiner der beiden mitfahrenden Parteien eingehalten werden.

Auf der AutobahnNachdem gegen 09:30 Uhr alle Schwermetall Begeisterten eingetroffen waren, dachte man, die Reise könne beginnen. Doch weit gefehlt: ein unwürdiger Jan K. (später wird sich zeigen warum) oder sagen wir besser J. Krause, hatte es verpasst eine Sitzgelegenheit einzupacken. So musste der Konvoi einen kleinen Umweg über den Weserpark nehmen, bevor es auf der A1 Richtung Hamburg weitergehen konnte.

Der Reiffeisenbanken TurmNach schier endlosen Kilometern auf der Autobahn, unterbrochen von einer Baustelle bei Itzehoe und dem dort aus Kübeln niedergehenden Regen, war es endlich soweit: die Ortseinfahrt von Wacken wurde passiert. Nahe der Hauptstraße stand dort auch schön geschmückt der Reiffeisenbanken Turm, eine Art Leuchtturm des Festivals. Die Metaller fühlten sich von ihm angezogen, wie die Motten vom Licht.

Kurz vorm ZielDie Fahrt auf das Gelände gestaltete sich dann etwas schwierig. Unsere Kolonne, bestehend aus 4 Autos, löste sich alsbald in Wohlgefallen auf, weil die Ordner damit begannen die 8 Reihen bei der Autokasse zu füllen. Da keiner sich vorstellen kann, wie ein Reißverschluss mit 8 Seiten (ich kenne nur die Variante wo immer zwei Zähne ineinandergreifen) funktioniert, war es dementsprechend schwierig aus besagten 8 Autokassen wieder eine Reihe von Fahrzeugen zu bilden. Deshalb zerbrach anfangs die Gemeinschaft und lediglich 2 PKW konnten einen ausreichend großen Zeltplatz am fast hintersten Ende des Campinggeländes ergattern.

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